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Oberhausen - Die Bergbau-Ära fern von Romantik

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Eine Multimedia-Reportage von Thomas Gödde (Fotos und Videos), Andreas Schneider (Audio) und Andrea Rickers (Text)

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Von 1956 bis 1965 hat Hermann Wippmann auf Zeche Alstaden in Oberhausen gearbeitet. Immer wieder, gerade bei Störungen, musste auch er einfahren. Oder bei Wartungsarbeiten. Der Mann auf der Zeche, die Frau zu Hause. 

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Bange Fragen, „hast du was gehört, ist etwas auf der Zeche passiert?“ – ein Szenario, das mehr als einmal vorkam.

"Obwohl wir alle kein Telefon hatten, sprach sich ein Unfall schnell herum.“

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Ihrem Mann ist zum Glück nichts Schlimmes passiert, aber trotzdem sei es eine große Erlösung gewesen, als er später einen Job bei RWE in Mülheim bekam – nicht nur wegen des weitaus weniger gefährlichen Arbeitsplatzes. Sondern weil er dort auch keine Wechsel- oder Nachtschichten mehr hatte.

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Dabei verhehlt Margot Wippmann gar nicht, dass ihr Mann damals natürlich wegen des Verdienstes auf der Zeche angefangen hat.

Er, der bei einer kleinen Firma Elektriker gelernt hatte, konnte im Bergbau mehr für die Familie erwirtschaften als im Handwerk als Geselle.

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Spätestens ab Mitte der Woche sei mit dem Mann aber nicht mehr „gut Kirschen essen“ gewesen, „der hat einfach zu wenig Schlaf bekommen“.

In den beengten Wohnverhältnissen, zwei Zimmerchen unter dem Dach, war es dann schwierig, die nötige Ruhe herzustellen.

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Sie selbst hat beim Kaufhof in Oberhausen gelernt, aber wie damals üblich: Die Mutter blieb zu Hause. Später ging Margot Wippmannn stundenweise wieder bezahlt arbeiten, aber in der Ehe, mit zwei kleinen Kindern (1968 kam ihr Sohn zur Welt), war der Haushalt ihre Aufgabe.

Zum Beispiel Wäsche waschen, ohne die modernen Waschmaschinen von heute, ohne Trockner, „und raushängen konnte man die wegen der Rußflocken nicht immer“.

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Jeden Abend habe sie ihr kleines Mädchen gebadet, deren Füße vom Laufen über die Wiese rabenschwarz gewesen seien.

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Die Solidarität unter den Männern, unter den Bergmannsfrauen, unter den Nachbarn sei groß gewesen, „das war toll“.

In diesem Sinne bewahrt die Oberhausenerin auch romantische Erinnerungen.

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"Wir verschenkten unsere Sachen und bekamen auch Sachen von denen."

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Trotz des Zusammenhalts sagt Margot Wippmann: „Nein, ich bedauere das nicht, dass die letzte Zeche in diesem Jahr schließt“ und schüttelt den Kopf. Unter der Erde zu arbeiten, „das hätte ich mir nie als Arbeitsplatz vorstellen können“.

"Das Ende des Bergbaus ist nicht schade aus meiner Sicht." 

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Konzept und Koordination: Linda Heinrichkeit, Ralf Laskowski, Johannes Pusch, Gianna Schlosser

Redaktionelle Umsetzung: Linda Heinrichkeit, Daniel Helbig, Johannes Pusch, Gianna Schlosser

Mitarbeit: Andrea Donat, Ingo Knosowski, Oliver Schäfer, Dana Schmies, Philipp Wahl

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