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Los geht's

Bochum - Bio-Landbau in der Bergarbeitersiedlung

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Eine Multimedia-Reportage von Klaus Pollkläsener (Fotos und Videos), Tom Geertman (Audio) und Linda Heinrichkeit (Text)

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"Der Vater aller Vollwertkostler" an Weihnachten.

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In Lütgendortmund, dort, wo heute Parkplätze liegen, finden Werner und Eva Avenhaus ein Grundstück, eine Parzelle in einer Bergarbeitersiedlung. Viele Bergleute hatten früher in der nahegelegenen Zeche Robert Müser in Bochum geschuftet. Einige sind verstorben, einige wollten raus aus den alten Erinnerungen. 

Nebenan ziehen die türkischen Gastarbeiter, die bei Opel am Band stehen, in die Bergmannswohnungen ein. Und Eva und Werner beginnen gemeinsam mit Evas Mutter, ihr Stück Land zu bewirtschaften. 

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Nicht aufzuhalten - auch nicht durch Unkraut.

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Eva und Werner Avenhaus versorgen sich selbst: Kartoffeln, Zucchini, Tomaten, Steckrüben, Radieschen - alles gedeiht wunderbar auf ihrem fruchtbaren Stück Erde. 

"Wir waren Pioniere", sagt Eva Avenhaus. Sie gehören zu den ersten, die Bio-Landbau betreiben. "Wenn man den Leuten das erzählte, lachten die einen aus."

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Eva und Werner freunden sich mit den Nachbarn an. "Das waren wunderbare Leute", sagt Eva Avenhaus.

Willi, Heinz und Werner - die drei Männer helfen sich gegenseitig. Willi und Heinz kommen mit Geräten, geben Tipps.

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Vom Bergbau reden sie wenig. "Das waren alles Invaliden", sagt Eva Avenhaus. "Sie sprachen nicht gerne über die Zeit unter Tage."

Trotzdem: Eva und Werner, beide Lehrer für Französisch und Englisch an einem Bochumer Gymnasium, lernen so manche Begriffe und Eigenheiten des Bergbaus kennen.

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Bei aller Hilfsbereitschaft: Eine gewisse Distanz blieb trotzdem - vor allem zu Eva. 

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"Der Kodex der Bergleute"

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Auch von den türkischen Nachbarn, den Gastarbeiterfamilien, die in die Nachbarshäuser gezogen waren, lernte das Ehepaar so manches.

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1996 ist Schluss. Die Stadt Dortmund will die Gärten abreißen. Erst sollen dort Tennisplätze entstehen; nach Protesten ändern sich die Pläne.

Trotzdem bleibt es bei dem Abriss, nun liegen dort Parkplätze, unfern des Lütgendortmunder Stadtteilkerns. Die Siedlungshäuser bleiben stehen. 

Werner Avenhaus reißt die Hütte auf dem Grundstück ab, errichtet einen "Scheiterhaufen", wie er sagt. Er zündet alles an. 

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Nun wird aber auch diese Zeit zu Ende gehen. Werner Avenhaus, heute 82 Jahre alt, schafft es nicht mehr, seinen Kleingarten zu pflegen. 

Aber es bleibt der Garten zu Hause - auch wenn dort seine Frau bestimmt, was wohin kommt.  

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Einen Platz im heimischen Garten bekommt Werner Avenhaus trotzdem. Eine Schale, an einen Baum gehängt, soll es sein. Erdbeeren will er dort pflanzen.   

So bleiben er und seine Frau, was sie seit Jahrzehnten sind: ewige Gärtner

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Konzept und Koordination: Linda Heinrichkeit, Ralf Laskowski, Johannes Pusch, Gianna Schlosser

Redaktionelle Umsetzung: Linda Heinrichkeit, Daniel Helbig, Johannes Pusch, Gianna Schlosser

Mitarbeit: Andrea Donat, Ingo Knosowski, Oliver Schäfer, Dana Schmies, Philipp Wahl

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