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Witten - Museum im alten Zechenhaus

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Eine Multimedia-Reportage von Jürgen Theobald (Fotos und Videos), Janice Holtz (Audio) und Jutta Bublies (Text)

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Jahrzehnte ist es her, dass sich Heinz und Angelika Eberle bei Spaziergängen ins Muttental verliebt haben - in dieses deutschlandweit einmalige „Freilichtmuseum“, in dem Steinkohlenflöze über Tage zu sehen sind und sich alles um das „schwarze Gold“ dreht.
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Seit drei Jahren sind die Bochumer die Gastronomen im Zechenhaus Herberholz, verwöhnen Spaziergänger und Wanderer, die auf dem neun Kilometer langen bergbauhistorischen Rundweg unterwegs sind, mit Kaffee, Kuchen und Gegrilltem.
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Das Zechenhaus Herberholz, 1875 erbaut und einst ein Betriebsgebäude der Zechen Louisenglück und Herberholz, ist heute ein Rastplatz und ein kleines Bergbaumuseum - ohne ein Museum zu sein.  

Im Haus und um das Haus herum gibt es viel zu bestaunen: vom Grammofon, das das Steigerlied erklingen lässt, bis zu einem Kohle-Förderband des Bergwerks Auguste Victoria in Marl, auf dem es Ende 2015 hieß: Schicht im Schacht.
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Bohrmaschinen für den Streckenvortrieb, Pumpen für die Wasserhaltung und eine Stube, in der einst Grubenlampen ausgegeben wurden, erinnern an alte Zeiten.
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Im alten Zechenhaus sehen Besucher nicht nur eine Auswahl von Grubenlampen, die Heinz Eberle sammelt. „Die wurden schon für Dreharbeiten ausgeliehen!“

Auch eine große Statue der Heiligen Barbara begrüßt die Gäste. 
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Gästen erklärt Heinz Eberle, dass auf dem Gelände ab 1828 der Schacht Constanz 20 Meter in die Tiefe bis zum St. Johannnes Erbstollen führte.

Später stiegen durch ihn Bergleute der Zeche Herberholz zum Kohleabbau in die Tiefe.
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Heinz Eberle hat im Bochumer Bergbaumuseum ehrenamtlich viele Jahre Führungen angeboten.

Der 66-Jährige liebt alles, was mit dem Thema Kohle zu tun hat, hat sein Geld aber als gelernter Betriebsschlosser 48 Jahre lang über Tage bei der Bogestra verdient.
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Als Mitglied in mehreren Knappenvereinen organisiert er auch Grubenfahrten. 

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Seine Frau kennt sich ebenfalls mit Kohle aus: Angelika Eberles Vater hat als Bergmann sein Geld verdient.

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Auch den Sohn der Eberles zog es in den Bergbau.

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Seit zwei Jahren ist der 35-Jährige nun Fahrdienstleiter bei der Deutschen Bahn.

Mit Blick auf das Ende der Kohleförderung in Deutschland hat er seinen Eltern gesagt: „Ich gehe, bevor alle gehen.“

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„Er ist stolz darauf, als Bergmann fast bis zum Schluss dabei gewesen zu sein“, sagen die Eberles über ihren Sohn.

Auf einen Unterarm hat er sich tätowieren lassen: „Auf Kohle geboren“.
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Konzept und Koordination: Linda Heinrichkeit, Ralf Laskowski, Johannes Pusch, Gianna Schlosser

Redaktionelle Umsetzung: Linda Heinrichkeit, Daniel Helbig, Johannes Pusch, Gianna Schlosser

Mitarbeit: Andrea Donat, Ingo Knosowski, Oliver Schäfer, Dana Schmies, Philipp Wahl


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